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Artikel in HKM 9/1999:

Bearbeitung der Großen Mühlquelle (Kat.-Nr. 1816/54) bei Langau

von Werner Gamsjäger und Walter Fischer

Bei einem Besuch dieser zwischen Maierhöfen und Langau liegenden Karstriesenquelle am 7.7.1994 durch die Verfasser wurde die zur Ableitung des Wassers zum nahegelegenen Kraftwerk Finkmühle dienende Wehranlage in geöffnetem Zustand vorgefunden. Dadurch war die sogleich durchgeführte Vermessung des "Trockenteiles" dieser ansonsten fast vollständig überfluteten Quellhöhle möglich.

Das in einem Felskessel, 6 m hinter der Wehranlage befindliche Portal ist 7 m breit und 4 m hoch. Der anschließende Halbhöhlenraum wird an der westlichen Begrenzung durch eine ansteigende Felsplatte geprägt, im Mittelteil lagert ein riesiger Block und an der nördlichen und östlichen Raumbegrenzung öffnen sich zwischen Blockwerk drei unbefahrbare, siphonartige Wasseraustritte. An der Nordwestecke des Raumes setzt oberhalb eines Absatzes ein Kriechgang an, der nach 2 m mit einer 1 m tiefen Stufe zum Wasserspiegel abbricht und sich nach weiteren 2 m unter Wasser als Siphon fortsetzt.

Ein Tauchgang am 28.9.1996 durch W. Gamsjäger und E. Schuhmeister lieferte folgende (karge) Erkenntnisse:
Die anfangs steil bergabführende knapp 1,5 m breite und 1 m hohe Strecke mündet in einen ebenen, nur 0,7 m hohen Raum mit ca. 4 m Durchmesser. Nördlich verliert sich der Raum in einer 30 cm hohen Schichtfuge; in östliche Richtung verhindert ein die gesamte Breite einnehmender Block das Vorbeikommen. Der dahinterliegende Gangabschnitt ist einsehbar, dürfte aber nach wenigen Metern bei groben Blöcken sein befahrbares (tauchbares) Ende haben.

Die Basisdaten können nun wie folgt angegeben werden:

Seehöhe: 710 m,
Länge: 16 m (davon 9 m Tauchstrecke),
Höhenunterschied: -4 m


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